Folgende Impfungen bieten wir an

Influenzavirus

 

Um Ihrem Pferd eine belastbare Immunität gegenüber dieser häufigsten Atemwegsinfektion zu verleihen, muss es regelmäßig geimpft werden. Für Pferde, die an Turnieren oder Schauen teilnehmen, besteht in Deutschland Impfpflicht gegen Influenza! Der permanente Impfzyklus beginnt mit der Grundimmunisierung ab dem fünften Lebensmonat des Fohlens oder später. Die Grundimmunisierung besteht aus zwei Impfungen im Abstand von 4 bis 6 Wochen und einer dritten Impfung, die ein halbes Jahr nach der zweiten erfolgen muss. Im Abstand von sechs Monaten werden dringend Wiederholungsimpfungen empfohlen.


Herpesvirus

 

Zur sinnvollen Prävention von Atemwegsinfektionen gehört neben der Impfung mit Pferdeinfluenzaimpfstoffen auch die Impfung mit Equinen Herpesviren der Typen EHV 1 und EHV 4. Stuten, die zur Zucht vorgesehen sind, sollten gegen den so genannten Virusabort geimpft werden, der durch das Herpesvirus verursacht wird. Auch hier beginnt die Grundimmunisierung ab dem fünften Lebensmonat des Fohlens. Die zweite Impfung folgt im Abstand von 4 bis 6 Wochen. Die dritte Impfung muss sechs Monate nach der zweiten erfolgen.

Im Abstand von sechs Monaten werden dringend Wiederholungsimpfungen empfohlen.


Tetanus (Wundstarrkrampf)

 

Die Schutzimpfung gegen den Wundstarrkrampf ist eine der wirkungsvollsten Schutzimpfungen in der Pferdemedizin. Jedes Pferd sollte aufgrund der permanenten Infektionsgefahr gegen Tetanus schutzgeimpft sein. Werden Fohlen im sechsten Lebensmonat grundimmunisiert, reagieren sie mit einer Immunantwort, die Schutz über die Dauer eines weiteren Jahres verleiht. Das Intervall zwischen den beiden Impfungen der Grundimmunisierung sollte dann etwa 8 bis 10 Wochen betragen. Die erste Wiederholungsimpfung erfolgt ein Jahr nach dieser Grundimmunisierung; weitere Schutzimpfungen sollten alle zwei Jahre erfolgen.


Tollwut

Die Tollwuterkrankung beim Pferd ist ein individuelles Ereignis, da nur das vom infizierten Fleischfresser (Fuchs, Hund) gebissene Pferd erkrankt, die Infektion jedoch nicht auf weitere Pferde übertragen wird. Es gibt bestimmte Gebiete, die besonders gefährdet sind. Der norddeutsche Raum gehört zu den weniger gefährdeten Gebieten, so dass ich routinemäßig keine Tollwutimpfung bei Pferden durchführe. Pferde in Weidehaltung mit Tollwutexposition, speziell bei Offenhaltung, sollten jedoch gegen Tollwut schutzgeimpft werden. Fohlen können ab dem abgeschlossenen vierten Lebensmonat zu jedem Zeitpunkt in ein Immunisierungsprogramm einbezogen werden. Zur Erzielung eines belastbaren Impfschutzes für die Dauer eines Jahres - auch beim Erstimpfling - genügt eine Impfung pro Jahr.