Impfung Katze


Vor vielen Krankheiten können Sie Ihren Liebling nur schützen, wenn Sie rechtzeitig vorsorgen. Um den wichtigsten Infektionskrankheiten vorzubeugen, sollten Sie darauf achten, dass der erste vollständige Impfschutz bis zur 20. Lebenswoche abgeschlossen ist. Die Grundimmunisierung sollte in der 8. Lebenswoche beginnen, die zweite Spritze erfolgt dann ca. 4 Wochen später. Impfungen müssen jährlich aufgefrischt werden, um eine Immunität zu erhalten.

 

Übrigens: Sie sollten Ihrer Katze diesen Schutz auch zukommen lassen, wenn Sie sie ausschließlich im Haus zu halten. Es gibt Viren, die über Kleidung, Schuhe und andere Gegenstände ins Haus gebracht werden. Außerdem wird sie den vollen Impfschutz brauchen, falls Sie die Katze während Ihrer Abwesenheit einmal in einer Pension unterbringen möchten.


Katzenschnupfen
Diese Erkrankung ist bei weitem nicht so harmlos, wie sie klingt. Der Katzenschnupfen ist mitunter sogar lebensbedrohlich. Er kann von zwei verschiedenen Viren verursacht werden, die die gleichen Krankheitserscheinungen auslösen. Nach der Ansteckung dauert es nur wenige Tage bis Symptome auftreten. Ein anfängliches Niesen leitet die Erkrankung ein, dann folgen Entzündungen der Nasen-, Augen- und Maulschleimhäute. Eitrig verklebte und verkrustete Lider, Nasenlöcher und eine entzündete Zunge sind die Folge. Fieber, Fressunlust und Nahrungsverweigerung sind weitere Komplikationen. Ist die Nase für die Atmung blockiert und die Katze stellt sich auf Maulatmung um, kann eine Lungenentzündung auftreten. Besonders häufig erkranken junge Katzen, aber auch ältere Tiere sind betroffen. Bei Katzen, die auf engem Raum gehalten werden, können sich die Viren besonders leicht von Tier zu Tier verbreiten. Reine Wohnungskatzen können erkranken, wenn der Mensch mit der Kleidung die Viren in die Wohnung bringt.


Katzenseuche
Die Katzenseuche, auch Panleukopenie genannt, ist eine sehr ernstzunehmende Viruserkrankung. Einmal in den Körper gelangt, befallen die verursachenden Parvoviren sich schnell teilende Zellen, vor allem Immunzellen und Dünndarmepithelzellen. Die Erkrankung beginnt mit allgemeiner Abgeschlagenheit, Fressunlust und hohem Fieber. Im weiteren Verlauf kommt es zu Erbrechen, einem heftigen, flüssigen, unstillbaren Durchfall, der gelegentlich auch blutig ist. An Katzenseuche erkrankte Tiere trocknen aus und magern schnell ab. Die Erkrankung kann tödlich enden. Ein großes Problem stellt die monate- bis jahrelange Überlebensfähigkeit der Parvoviren in der Umgebung dar. Die meisten Desinfektionsmittel, Hitze- und Kältebehandlungen sind wirkungslos, so dass die Krankheitserreger mit besonderen Maßnahmen bekämpft werden müssen. Eine Ansteckung kann aufgrund dieser starken Widerstandsfähigkeit direkt über Artgenossen erfolgen, aber auch durch eine infizierte Umgebung.


Tollwut
Die Tollwut ist sicher die bekannteste und am meisten gefürchtete Erkrankung. Gefährdet sind alle Säugetiere und Vögel. Tollwut äußert sich durch Gehirnentzündung. Eine Übertragung erfolgt meist mit dem Speichel durch einen Biss. Von der Bissstelle aus wandern die Viren an den Nerven entlang Richtung Rückenmark und anschließend zum Gehirn, von dort aus zu den Speicheldrüsen. Während der Erkrankung durchlaufen die Tiere drei mehr oder weniger stark ausgeprägte Stadien, die von Wesensveränderungen über Aggression bis zur Depression mit Lähmungserscheinungen reichen. Die Erkrankung endet meist tödlich, Behandlungsversuche erkrankter Tiere sind gesetzlich verboten.
Die jährliche Impfung stellt für Sie und Ihre Katze einen Schutz dar. Wohnungskatzen, die nie in Kontakt mit anderen Tieren kommen, brauchen nicht unbedingt geimpft zu werden. Es spricht allerdings auch nichts gegen eine Impfung - falls Ihre Katze doch mal einen ungewollten "Ausflug" macht...