Bestandsbuch


 

Halter von Pferden, die laut Equidenpass zur Schlachtung bestimmt sind, müssen jede (!) durchgeführte Anwendung (auch Entwurmungsmittel, Einreibungen, Salbenverbände, Augensalben, Hustenmittel, Fütterungsmedikamente, etc.) von nicht frei verkäuflichen Arzneimitteln detailliert (Mengenangabe, Chargennummer, etc.) auflisten. Der Tierarzt ist verpflichtet, einen Anwendungs- und Abgabebeleg abzugeben, der vom Tierhalter ins Bestandsbuch übertragen werden muss.

Halter von Pensionspferden sind für die korrekte Aufzeichnung verantwortlich und haften für fehlerhaften oder falschen Eintrag ins Bestandsbuch!

Das Bestandsbuch muss zusammen mit den AM-Anwendungs- und Abgabebelegen fünf Jahre, beginnend mit dem Zeitpunkt der letzten Eintragung, vom Tierhalter aufbewahrt werden.

Viele Arzneimittel sind für „Schlachtpferde“ nicht mehr zugelassen (z.B. Infusionslösungen für Kolikbehandlungen, Augensalben, einige Wundsalben, viele entzündungshemmende Medikamente wie Equipalazone und andere). Dies führt zu einer entscheidenden Therapielücke bzw. einer Wartezeit von 6 Monaten.

Ich empfehle Ihnen daher, Ihr Pferd im Equidenpass als „Nicht-Schlachttier“ zu klassifizieren:

  • kein Eintrag ins Bestandsbuch notwendig
  • Anwendung aller Arzneimittel möglich (im Therapienotstand auch nicht für Pferde zugelassene Medikamente)
  • kein Eintrag in den Equidenpass notwendig

 

Ein- und Umtragungen können vom Tierarzt durchgeführt werden. Der Pass muss nicht weggeschickt werden. Sollten Sie Fragen haben, können Sie sich gern an mich wenden.